Steinzeitpark Dithmarschen: Reise in die Ur- und Frühgeschichte

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frische Luft
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Steinzeitpark Dithmarschen: Reise in die Ur- und Frühgeschichte

Beitrag von frische Luft »

Steinzeitpark Dithmarschen: Reise in die Ur- und Frühgeschichte
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Beitrag vom: 22.03.2023 13:29 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/binne ... rf101.html

Fotos & ein Video gibt es hier zu sehen: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/binne ... rf101.html

Lehmhütten, Einbäume, Hügelgräber:
Im Steinzeitpark Dithmarschen bei Albersdorf können Besucher in den Alltag unserer Urahnen eintauchen. Neu ist das Steinzeithaus mit einer multimedialen Ausstellung.


Bis vor etwa 6.000 Jahren lebten die Menschen im Norden Europas noch als Jäger und Sammler, vor rund 5.000 Jahren ließen sich in der Region die ersten Ackerbauern und Viehzüchter nieder.
Im Steinzeitpark können sich die Besucher auf die Spuren dieser Menschen begeben und sowohl ein Lager der steinzeitlichen Jäger als auch eine prähistorische Bauernsiedlung erkunden.
Acht gut erhaltene Großsteingräber auf dem Gelände des Parks zeugen heute von den jungsteinzeitlichen Bewohnern Dithmarschens und ihren erstaunlichen handwerklichen Fähigkeiten.

Hügelgräber, geräumige Häuser, Einbäume
Bronze und Eisen waren den frühen Siedlern noch unbekannt, ihre Werkzeuge waren aus Stein und Holz.
Mit ihnen schufen sie geräumige Hütten mit Lehmwänden, Einbäume, geheimnisvolle Kultstätten und vor allem riesige Grabanlagen.

Begehbarer Grabhügel
Der rekonstruierte Grabhügel ist im Inneren begehbar.
Das Oberlicht sorgt für natürliche Beleuchtung.
Wie diese Grabhügel von innen aussahen, zeigt der Park mit einem begehbaren Grabhügel gleich am Beginn des Rundgangs über das Gelände.
Im Inneren können Besucher den Aufbau einer steinzeitlichen Grabanlage kennenlernen.
Das rekonstruierte Grab mit Baumsarg in der Mitte und seitlichen Erweiterungsgräbern für sogenannte Sekundärbestattungen ist typisch für diese Form der Gräber.
Speziell für die kleinen Besucher gibt es eine Kinderhöhle mit eigener Ausgrabung.

Steinzeitsiedlung erkunden
Auch auf dem Rundgang können Besucher vieles entdecken:
Er führt in ein rekonstruiertes Dorf aus der Jungsteinzeit mit mehreren Hütten, einem Getreidespeicher, einem steinzeitlichen Kräutergarten, einer hölzernen Kultstätte und Feldern mit wildem Getreide.

Großes Freigelände mit archäologischen Denkmälern
Ein schöner Ausblick über das Gelände bietet sich von einem noch erhaltenen originalen Grabhügel, der mit Bäumen überwachsen ist.
Wer den großen Rundweg über das gesamte, rund 40 Hektar große Gelände wählt, kommt an weiteren archäologischen Denkmälern sowie an Wiesen vorbei, auf denen alte Rinder- und Schafrassen weiden.
Schilder informieren über den Alltag in der Jungsteinzeit und die archäologischen Funde.

Vorführungen und Mitmachaktionen

Von Ende März bis Ende Oktober bringen Museumspädagogen als Steinzeitjäger oder -bäuerinnen Besuchern das Leben in der Steinzeit näher.
Sie führen vor, wie die Menschen früher Ackerbau betrieben, ihre Werkzeuge herstellten oder Feuer machten.
Wer mag, ist eingeladen, selbst in die Rolle der frühen Siedler zu schlüpfen und die steinzeitlichen Jagdwaffen oder Werkzeuge näher kennenzulernen.

Neues Steinzeithaus mit multimedialer Ausstellung
Das Steinzeithaus im Steinzeitpark Dithmarschen.
Mit Animationen und multimedialen Spielstationen lässt das neue Museum die Steinzeit lebendig werden.
Seit März hat das Freilichtmuseum mit dem Steinzeithaus zusätzlich ein eigenes, modernes Ausstellungsgebäude. Es zeigt zahlreiche Originalfundstücke, darunter Tongefäße, Pfeilspitzen und Harpunen zum Fischen. Die ältesten Exponate sind rund 100.000 Jahre alt und aus der Zeit der Neandertaler. Animationen machen erlebbar, wie unsere Vorfahren vor etwa 5.000 Jahren ihre Einbäume nutzten. Wie bereits im Außengelände können die Besucher auch im Museum an verschiedenen Mitmachstationen den Alltag der Steinzeitmenschen hautnah nacherleben und die Werkzeuge ausprobieren, mit denen sie arbeiteten.

Eröffnet wurde das neue Museum, das von außen in Form und Farbe an einen bearbeiteten Feuerstein erinnern soll, Anfang März 2023.
Es ermöglicht dem Steinzeitpark, nun auch ganzjährig zu öffnen.

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