Wangerooge sucht neuen Leuchtturmwärter

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Wangerooge sucht neuen Leuchtturmwärter

Beitrag von Administrator »

Arbeitsplatz mit Ausblick: Wangerooge sucht neuen Leuchtturmwärter

(Quelle: GMX.de) (aktualisiert am 07.02.2024, 15:16 Uhr)

https://www.gmx.net/magazine/panorama/a ... r-39295704
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frische Luft
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Re: Wangerooge sucht neuen Leuchtturmwärter

Beitrag von frische Luft »

Alter Leuchtturm Wangerooge !
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Leu ... Wangerooge
Wangerooge_Alter_Leuchtturm_11.10.10.JPG
Wangerooge_Alter_Leuchtturm_11.10.10.JPG (19.24 KiB) 99 mal betrachtet
Ort: Wangerooge
Lage: Stadtmitte in der Inselmitte
Geographische Lage:♁53° 47′ 19,6″ N, 7° 53′ 57,4″
OKoordinaten: 53° 47′ 19,6″ N, 7° 53′ 57,4″ O | | OSM
Höhe Turmbasis: 5,34 m ü. NN
Feuerträgerhöhe: 39 m
Feuerhöhe: 36 m

Der Alte Leuchtturm Wangerooge ist ein Leuchtturm auf der Insel Wangerooge. Er diente bis zur Inbetriebnahme des neuen Leuchtturms im Jahr 1969 als Seefeuer bei der Ansteuerung von Außenjade und Außenweser. Der Leuchtturm mit 161 Stufen steht heute unter Denkmalschutz.

Geschichte

Vorgängerbauwerke
Ein erster Leuchtturm wurde zwischen 1597 und 1602 im westlichen Teil Wangerooges erbaut.
Dieser Turm hatte unter anderem die Funktion als Tagessichtzeichen. Vor dem 14. Jahrhundert dienten die beiden Kirchtürme der Insel als Tagessichtzeichen. Beide wurden im 14. Jahrhundert zerstört und später wieder neu errichtet. Im 16. Jahrhundert wurden durch Sturmfluten abermals die beiden Gebäude zerstört.

Siehe auch: Liste von Sturmfluten an der Nordsee
Hier der Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... er_Nordsee

Als Ersatz wurde ein Steinkohlenbake errichtet. Für diese wurde 1687 wiederum im westlichen Teil der Insel ein neuer runder Feuerturm mit einer Höhe von 11,58 m erbaut. Auf der Plattform stand ein Feuerkorb für das Steinkohlenfeuer. Dieser Turm wurde 1807 in ein Kastell umgebaut. Durch eine weitere Sturmflut wurde der Turm zunächst stark beschädigt und wiederaufgebaut. Er erhielt 1815 eine effizientere Leuchteinrichtung. Am 3. Februar 1825 zerstörte abermals eine Sturmflut den Turm.

Der Leuchtturm
Im Februar 1825 wurde ein Notfeuer in Form einer Pfostenlaterne hergerichtet, bis in der Nähe des alten Turmes eine Feuerblüse mit Steinkohlenbefeuerung hergestellt war. Ein neu erbauter massiver Turm mit Laterne und Parabolen mit Argandschen Lampen sowie einem Drehfeuer, trat im Oktober 1830 in Dienst, wurde aber schon Neujahr 1855 durch eine Sturmflut so stark beschädigt, dass auf der Ostseite der Insel auf Betreiben von Peter II., dem Großherzog von Oldenburg der jetzige Turm erbaut werden musste, der am 1. Oktober 1856 mit einem Fresnelschen Apparat vierter Ordnung in Dienst trat. Um den Turm siedelte sich das Dorf Wangerooge an und erste Häuser wurden dort errichtet.

1878 wurde der Fresnelsche Apparat erneuert, um die Einfahrt in die Außenjade zu verbessern.
Es handelte sich um ein Drehlinsenfeuer mit einer Argand-Lampe.
Das Licht war 20 Seemeilen auszumachen. Am 15. Oktober 1896 wurde ein Feuer mit elektrischer Bogenlampe eingerichtet. Die neue Lampe hatte eine Leistung von 4500 Candela. Im Zuge der Modernisierung wurde der Turm um sieben Meter auf seine heutige Höhe von 39 Metern erhöht.
Bis 1969 war ein Doppelfeuer mit einer Leistung von 427.000 Candela installiert.
Dieses Leuchtfeuer hatte eine Reichweite von 30 Seemeilen.
Zwei Gürteloptiken, je 1420 mm hoch mit neun D- und je acht K-Ringen oben und unten verstärkten das Licht. Den Strom erzeugten zwei Dampfmaschinen mit Dynamos im neben dem Leuchtturm errichteten Maschinenhaus.

Nach der Fertigstellung des neuen Wangerooger Leuchtturms wurde das Nordost-Leitfeuer am 10. November 1968 gelöscht.
Am 7. November 1969 folgte das Nordwest-Leitfeuer.
Das Nebenfeuer nach Süden wurde am 9. Dezember 1969 ausgeschaltet.

Heutige Nutzung
Die Gemeinde Wangerooge kaufte den Leuchtturm für einen symbolischen Betrag von 1 D-Mark vom Wasser- und Schifffahrtsamt.
Seit 1970 kann der alte Leuchtturm als Aussichtsturm genutzt werden.
1980 entstand durch die Initiative von Insulanern ein Heimatmuseum mit rund 900 Exponaten im Sockel des Leuchtturms.
Seit dem 15. März 1996 haben Paare die Möglichkeit, sich im Leuchtturm trauen zu lassen.
Auf dem Gelände des Leuchtturms steht eine Dampflok der Baureihe 99 211, die bis 1957 auf Wangerooge eingesetzt wurde.

Link zur Dampflock: https://de.wikipedia.org/wiki/DR_99_211

Wappenstein
Am Fuß des Turms ist ein Wappenstein aufgestellt.
Die Inschrift lautet:
Carl Wilhelm, Fürst zu Anhalt, Graf zu Ascanien, Herr zu Zerbst, Berenburg, Jever und Kniphausen.
Anno 1687
Sophie, Fürstin zu Anhalt, geb. Herzogin zu Sachsen, Jülich, Cleve, Berg, Gräfin zu Acanien, Frau zu Zerbst, Berenburg, Jever und Kniphausen. Anno 1687
Über dem Text befindet sich das Vereinigungswappen.
Der Stein wurde 1849 nordöstlich des heutigen Weststrandes gefunden, wo seit 1630 eine hölzerne Feuerbake und ab 1687 nacheinander drei steinerne Feuertürme mit Kohlen- und Ölfeuern standen. Fürst Carl Wilhelm von Anhalt-Zerbst, der durch Erbgang seit 1667 auch Herr von Jever und Wangerooge war, ließ den Votivstein im Jahre 1687 an den durch ihn erbauten Turm anbringen.

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Neuer Leuchtturm Wangerooge !
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Leu ... Wangerooge
2012-05-13_Nordsee-Luftbilder_DSCF9112.jpg
2012-05-13_Nordsee-Luftbilder_DSCF9112.jpg (36.42 KiB) 99 mal betrachtet
Ort: Wangerooge
Lage: Westteil der Insel
Geographische Lage: ♁53° 47′ 24,3″ N, 7° 51′ 25,9″
OKoordinaten: 53° 47′ 24,3″ N, 7° 51′ 25,9″ O | | OSM
Höhe Turmbasis: 1,6 m ü. NN
Feuerträgerhöhe: 67,2 m
Feuerhöhe: 61,2 m (Seefeuer) 25,8 m (Leit- und Warnfeuer)

Der Neue Leuchtturm Wangerooge ist ein kombinierter Leucht- und Radarturm auf der Insel Wangerooge.
Er dient der Seeschifffahrt als See-, Leit- und Warnfeuer bei der Ansteuerung von Außenjade und Außenweser sowie der Verkehrssicherung in diesem Bereich. Das Bauwerk ist der höchste Leuchtturm in Deutschland und gehört zu den höchsten Leuchttürmen der Welt.

Geschichte
Für den Ausbau des Fahrwassers zu den Wilhelmshavener Häfen wurde es in den 1960ern notwendig, den Alten Leuchtturm von 1856 durch einen Neubau zu ersetzen, dessen Leitfeuer einen Ansteuerungssektor frei von den Ausläufern der Sandbank Wangerooger Plate zeigen konnte.

Im Herbst 1966 wurde an der Nordwestküste der Insel mit dem Bau des Turms begonnen.
Nach der Fertigstellung des Rohbaus im September 1967 begann der damals sehr hochentwickelte technische Ausbau der Anlage.
Zwei Jahre später, am 7. November 1969, nahm das Leuchtfeuer seinen Betrieb auf.

Bauwerk und Ausstattung
Der 67,2 m hohe Stahlbetonturm steht auf 24 Gründungspfählen und einem unterirdischen Sockelgeschoss. Als Auskragung befindet sich in etwa 25 m Höhe das so genannte Betriebsgeschoss mit dem Leit- und Warnfeuer. Die ursprüngliche Fassade aus roten und weißen Keramikfliesen wurde 1982 durch eine Verkleidung aus Aluminium ersetzt.

Das vollautomatische Leuchtfeuer wird vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven unterhalten und überwacht. Es ist an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und kann im Notfall von einem eigenen Dieselgenerator versorgt werden. Die Ausstattung des Bauwerks umfasst:

Das Seefeuer, ein Rundumfeuer für die Orientierung in der südlichen Deutschen Bucht.
Das Leitfeuer, ein Sektorenfeuer für die Ansteuerung der Außenjade.
Das Warnfeuer, ein Sektorenfeuer für die Bezeichnung der Buhne H im Harle-Seegatt.
1979 erhielt der Turm eine Radaranlage auf dem Betriebsgeschoss. Das Bild wird über eine Richtfunkstrecke zur Verkehrszentrale Wilhelmshaven übertragen. Die Anlage bildet mit den Radartürmen Minsener Oog, Hooksielplate und Tossens die Radarkette Jade.
Seit 1982 ist auf der Turmspitze eine UKW-Funkpeilantenne installiert.
In den ersten Jahren wurde auf der Station auch ein Seefunkfeuer betrieben.

Philatelistisches
In philatelistischer Würdigung des Turms gab die Deutsche Post AG mit Ausgabetag 7. Juni 2018 ein Postwertzeichen im Wert von 70 Eurocent heraus.
Die deutsche Sonderpostwertzeichenserie Leuchttürme (Mi.-Nr. 3392) erscheint seit 2004.
k-I7818_3392p_0.jpg
k-I7818_3392p_0.jpg (86.46 KiB) 99 mal betrachtet
Der Entwurf dieser Marke der Briefmarkenserie Leuchttürme stammt, wie alle bisherigen Briefmarken der Serie, vom Grafiker Johannes Graf aus Dortmund nach fotografischer Vorlage vom Wissenschaftsfotograf Reinhard Scheiblich aus Norderstedt.
Die Ausgabe erfolgte in einer Auflage von 4.263.000 Stück.
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