Usedom hat drei Seenotretter Stationen

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frische Luft
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Usedom hat drei Seenotretter Stationen

Beitrag von frische Luft »

ÜBER DIE 3 STATIONEN:
"Quelle: Die Seenotretter – DGzRS“

ÜBER DIE STATION FREEST

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Freest ist eines der ältesten Fischerdörfer Deutschlands und liegt direkt an der Peene an der Mündung zum Greifswalder Bodden nahe Usedom. Auch heute noch ist Freest stark von der Fischerei geprägt. Mit den Eigenheiten des Reviers, den ausgedehnten Flachs, aber auch den Wind- und Seegangsverhältnissen, sind die Fischer ganz und gar vertraut – für die vielen Wassersportler, vor allem auch die Skipper von Charteryachten, stellen die Besonderheiten allerdings oft eine Herausforderung dar.

Freest gehört zur Gemeinde Kröslin im Landkreis Vorpommern-Greifswald.
Von dort aus wird Hochsee- und Küstenfischerei betrieben. Stellnetze und Reusen sieht man im küstennahen Bereich häufig. Auch Ausflugsfahrten mit Kuttern und Fahrgastschiffen zu den Inseln Ruden und Greifswalder Oie werden angeboten.

UNSER SEENOTRETTUNGSBOOT
Die HEINZ ORTH

Viele der 13 freiwilligen Seenotretter der Station mit Vormann Henry Schönrock sind einheimische Fischer.
Gebaut wurde ihr Seenotrettungsboot HEINZ ORTH 1999 bei der Schweers-Werft in Bardenfleth.
Es wurde am 28. Oktober 1999 auf der Station Freest im Fischereihafen an der Nordmole stationiert.
Benannt ist es nach einem Spender, aus dessen Nachlass der Bau des Seenotrettungsbootes finanziert wurde.

Der Link zur Station:

https://www.seenotretter.de/index.php?id=683
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ÜBER DIE STATION
Zinnowitz

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csm_DGzRS_Flagge_0d251a2137.jpg (19.94 KiB) 345 mal betrachtet

Die Freiwilligen-Station Zinnowitz liegt im Norden der Ostseeinsel Usedom auf einer schmalen Landzunge zwischen der Pommerschen Bucht und dem Achterwasser. Das Revier reicht in der offenen Ostsee vom Peenemünder Haken im Nordwesten bis zur polnischen Grenze im Osten. An der rückwärtigen Seite umfasst es das Achterwasser sowie den Peenestrom von Wolgast bis zur Zecherin-Brücke. Ihr Einsatzgebiet sichern die 20 freiwilligen Seenotretter um Vormann Michael Hackenschmid mit dem 7-Meter-Seenotrettungsboot HECHT und dem 8,5-Meter-Seenotrettungsboot OTTO BEHR.

Das Revier der Zinnowitzer Seenotretter ist geprägt von der Ausflugs- und Freizeitschifffahrt. In dem engen und flachen Fahrwasser vor allem des Peenestroms ist die Navigation sehr anspruchsvoll. Oft unterschätzen Skipper auch das geschützte Flachwassergebiet des Achterwassers, in dem sich schnell eine kurze steile Welle aufbauen kann.

Die Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen ist eng. In regelmäßigen, grenzüberschreitenden Übungen werden Einsatzabläufe trainiert und gefestigt.

UNSERE SEENOTRETTUNGSBOOTE
Die HECHT und die OTTO BEHR


Die HECHT ist ein sogenanntes Boddenboot ohne festen Liegeplatz, das die Besatzung mit einer Zugmaschine (Traktor John Deere) auf einem Trailer sowohl zum Achterwassser als auch zur offenen Ostsee transportieren kann.
Dadurch ist das Seenotrettungsboot flexibel und schnell einsetzbar. Auch können es die Seenotretter im Hafen ohne Slipanlage zu Wasser lassen: Dazu wird es vom Trailer einfach ins Wasser „gekippt“.
Untergebracht ist die HECHT im bereits 1897 errichteten massiven Rettungsschuppen an der Dünenstraße.
Benannt ist das 1993 auf der Fassmer-Werft gebaute Boot nach einem Brack- und Süßwasserraubfisch.
Seit Frühjahr 2019 verstärkt das Seenotrettungsboot OTTO BEHR von Zinnowitz aus den Rettungsdienst auf Achterwasser und Stettiner Haff.

HISTORIE
Geschichte der Station Zinnowitz


1882
Zur Stationsgründung werden ein 6,7-Meter-Ruderrettungsboot mit Transportwagen und ein Raketenapparat stationiert.

1897
Im Mai wird ein neuer, massiver Rettungsschuppen fertig (12,50 Meter lang, 7,50 Meter breit). Er ist heute noch vorhanden und in Betrieb. Ein neues 7,5-Meter-Boot mit dem Namen ANIELA kommt zur Station.

1911
Im März erhält die Station zwei neue Wagen mit Raketenapparat und -gerät. Seit den 1980er Jahren ist diese Ausrüstung im Heimatmuseum Wolgast ausgestellt.

1969
Das Ruderrettungsboot ANIELA geht außer Dienst.

1970
Das staatliche Seefahrtsamt der DDR schafft Amphibienfahrzeuge an.

1990
Die DDR stationiert das Festrumpfschlauchboot RESCUE 4 auf Trailer hinter einem geländegängigen Lkw.
Die DGzRS kehrt auf ihre angestammte Station zurück.

1993
Das neue Seenotrettungsboot (Boddenboot) HECHT mit Trailer und Zugmaschine (Unimog) kommt nach Zinnowitz.

1999
Als zweites Seenotrettungsboot erhält die Station die sieben Meter lange MAX CARSTENSEN.
Sie liegt am Anleger im Achterwasser.

2002
Im Mai ersetzt das Seenotrettungsboot BUTT die MAX CARSTENSEN, die außer Dienst geht.

2010
Im Herbst wird das Seenotrettungsboot BUTT nach Maasholm verlegt. Zinnowitz behält die HECHT.

2019
Das Seenotrettungsboot OTTO BEHR wird nach Zinnowitz verlegt. Es verstärkt den Rettungsdienst auf Achterwasser und Stettiner Haff.

Der Link zur Station:
https://www.seenotretter.de/index.php?id=686

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ÜBER DIE STATION
Ueckermünde


Ueckermünde ist die östlichste Station der DGzRS.
Zum Revier der 15 freiwilligen Seenotretter um Vormann Christopher Zabel gehören vor allem das Stettiner Haff im deutsch-polnischen Mündungsgebiet von Oder und Peene sowie der Peenestrom bis zur Hafenstadt Wolgast. Oft unterschätzen Skipper das ausgedehnte und teilgeschützte Flachwassergebiet. Für sie kann es in dem Haff mit seinen vielen Untiefen sehr schnell gefährlich werden: Das Wetter ändert sich innerhalb von Minuten und schon bei Windstärken von 4 bis 5 Beaufort baut sich eine kurze steile Welle auf.

Die deutsch-polnische Grenze teilt das Stettiner Haff in das „Kleine Haff“ und das „Große Haff“. Daher sind grenzüberschreitende Einsätze für die freiwilligen Seenotretter nicht selten und die Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen ist sehr eng. Der Schiffsverkehr im Revier ist sowohl von der Berufsschifffahrt als auch von der Sportschifffahrt geprägt. Dazu zählen auch Binnenschiffe, die unter anderem über die Oder kommen und Häfen im Haff anlaufen.

Als Stationsgebäude dient das alte Strommeisterhaus. Es liegt strategisch äußerst günstig an der Ueckermündung ins Haff. Es konnte 1998 dank einer großzügigen Zuwendung der Gerhard-ten-Doornkaat-Koolmann-Stiftung, die bereits 1992 das Seenotrettungsboot der Station finanzierte, umfassend restauriert werden.

UNSERE SEENOTRETTUNGSBOOTE
Die NEUHARLINGERSIEL und die EVA AHRENS-THIES


In Ueckermünde sind die EVA AHRENS-THIES und die NEUHARLINGERSIEL stationiert. Beide haben ihren Liegeplatz im städtischen Hafen am Kamigkrug.

Die EVA AHRENS-THIES entstand auf der finnischen Spezialwerft Arctic Airboats in enger Entwicklungszusammenarbeit mit den Seenotrettern. Sie ist die dritte Einheit der 8,9-Meter-Klasse. Die freiwilligen Seenotretter am Stettiner Haff verfügen damit über eine speziell für ein solches Revier entwickelte neue Rettungseinheit.

Das 9,5-Meter-Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL wurde im Jahr 2000 im gleichnamigen ostfriesischen Sielhafen in Dienst gestellt. Gebaut wurde das Boot bei der Schweers-Werft in Bardenfleth an der Unterweser. Nachdem der 10,1-Meter-Neubau COURAGE sie im Mai 2023 abgelöst hatte, verlegte die NEUHARLINGERSIEL nach Ueckermünde und ersetzte dort die GERHARD TEN DOORNKAAT, die ihrerseits nun in Burgstaaken auf Fehmarn in den Einsatz geht.


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wer spenden möchte, ist hier richtig:
https://www.seenotretter.de/spenden
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