Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

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frische Luft
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Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

Beitrag von frische Luft »

...die Radfernwege in Schleswig-Holstein !

Vorweg ein Tipp:
bitte In den gesetzten Links (auch blättern) darin enthalten sind ganz viele Hyperlinks !


1. Nordseeküstenradweg !
6. 000 km lang ist der Nordseeküstenradweg und er führt durch 7 Länder. Wenn dies für eine Radtour zu lang ist, der kann auf der Strecke von Hamburg nach Dithmarschen schon mal schnuppern.
Unterelbe Tourismus e. V.,
Tel.: 0 41 24 / 6 04 95 92
info@unterelbe-tourismus. de
https://www.holstein-tourismus.de/de/ti ... asser.html

2. Wickinger-Friesen-Weg !
Diese "Wickinger-Friesen-RAD-TOUR", wird ausführlich weiter unten beschrieben !!

Unterwegs entlang der historischen Handelsstraße der Wickinger. Die attraktive Route führt auf knapp 300 km von Küste zu Küste. Sie starten in Maasholm an der Ostsee und fahren über das alte Handelszentrum Haithabu ( bei Schleswig) bis nach St. Peter-Ording oder umgekehrt - immer auf den Spuren der Nordmänner.
Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland
Tel.: 0 46 38 / 89 84 04
www. Tourismus-nord.de

3. Nord-Ostsee-Kanal-Route
Rad fahren an der Straße der Traumschiffe und durch die schöne Kanalregion von Brunsbüttel nach Kiel. Entdecken Sie die Technik an Schleusen, Fähren und Brücken, Kulturhistorie wie Güter und Herrenhäuser sowie idyllische Natur.
Touristische Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal
Tel.: 0 43 31 / 6 96 38 44
www. nok-sh.de

4. Eider-Treene-Sorge Radweg !
Einmalige Naturerlebnisse verspricht der Eider-Treene- Sorge Radweg, der durch Wiesen und Weiden, über die Geestinseln und durch schattige Wälder führt.
Naturliebhaber können auf dem Rundweg abseits des Autoverkehrs, die Ruhe der Geest- und Marschlande, die von idyllischen Fluss- und Bachläufen durchzogen werden, genießen.
Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland
Tel.: 0 46 38 / 89 84 04
www. tourismus-nord. de

5. Ochsenweg !
Auf dem historischen Ochsenweg können sich Radler ein Stück der mehr als 1000 Jahre alten Geschichte “erfahren”. Wo früher Oilger, Händler und Ochsentreiber unterwegs waren, genießen heute Radfahrer auf der 491 km langen Route von Flensburg nach Wedel den Weg durch die Vergangenheit.
Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e. V.
www. schleswig-holstein-binnenland.de
Tel.: 0 41 24 / 93 75 86
https://www.binnenland.sh/unsere-themat ... g-holstein

6. Grenzroute !

Diese Grenzroute wird weiter unten ausführlich beschrieben !
Entdecken Sie das Grenzland auf 130 km langen Grenzroute, einem Themenradweg zur Kulturhistorie der deutsch-dänischen Grenze. Zwischen Nordseedeich und Flensburger Förde kreuzt der Themenradweg an 13 Stellen den historischen Grenzverlauf.
Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland:
HINWEIS:
es sind zwei unterschiedliche "Link-Inhalte" !

https://www.gruenes-binnenland.de/aktiv ... renzroute/
https://www.gruenes-binnenland.de/aktiv ... e/etappen/
Te. : 0 46 38 / 89 84 04
www. grenzroute.com

7. Mönchsweg !
Ein Radfernweg quer durch Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Der knapp 1.000 km lange Radfernweg folgt den Spuren der Mönche, die das Christentum im Mittelalter in den Norden brachten. So führt der Mönchsweg an Jahrhunderte alten, aus Feld- und Backstein errichteten Kirchen vorbei, deren Türme bis heute die norddeutsche Landschaft prägen. Auf der beschilderten Strecke von Bremen über Wischhafen und Glückstadt an der Elbe, Puttgarden auf Fehmarn bis nach Dänemark erfahren Sie Kultur, Landschaft und Ruhe. Von der Weser über die Elbe und an die Ostsee: Der Mönchsweg folgt dem Fluss der Zeit durch die Landschaft und Kultur des Nordens. Machen Sie sich auf mit Leib und Seele!

Alle Angaben auf dieser Website beziehen sich auf den Abschnitt von Bremen bis Puttgarden auf Fehmarn. Dieser ist 530 Kilometer lang.
Infotelefon.: 0431 / 128 508 73
www. moenchsweg.de
Zuletzt geändert von frische Luft am Di 11. Jun 2024, 11:34, insgesamt 3-mal geändert.
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Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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frische Luft
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Re: Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

Beitrag von frische Luft »

Nordseeküstenradweg: Von Hamburg nach St. Peter-Ording
NDR Ratgeber Reise vom Stand: 17.03.2023 11:59 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/nords ... eg106.html

Über 900 Kilometer verläuft der Nordseeküstenradweg durch Deutschland - von der niederländischen bis zur dänische Grenze.
Von Hamburg aus geht es entlang der Elbe durch Schleswig-Holstein bis nach St. Peter-Ording.


Der Abschnitt, der von Hamburg aus zunächst am Nordufer der Elbe, später direkt an der Küste entlang führt, verläuft auf ruhigen Landstraßen und teilweise auf Deichen.

Von Hamburg nach Brunsbüttel (82 Kilometer)

Von der Hansestadt aus geht es zunächst an der Nordseite der Elbe bis nach Wedel.
Dort lohnt eine Pause am Willkommhöft, wo die Schiffe auf dem Weg in die Hansestadt mit ihrer jeweiligen Nationalhymne begrüßt werden.

Danach führt der Weg etwas ins Landesinnere nach Elmshorn (insgesamt circa 60 Kilometer).
In der Stadt kann man eine Übernachtung einplanen und am nächsten Tag weiter nach Brunsbüttel fahren.
Gut trainierte Fahrer können die Strecke von Hamburg nach Brunsbüttel aber auch in einer einzigen Etappe bewältigen: Dann geht es bei Seester mit der kleinen, handbetriebenen Fähre Kronsnest über das Flüsschen Krückau und entlang der Elbe direkt nach Brunsbüttel (insgesamt circa 82 Kilometer).
Siehe hier: https://www.faehre-kronsnest.de/

Auf jeden Fall sollten Radler eine Rast in Glückstadt einplanen.

Die Stadt, die im 17. Jahrhundert angelegt wurde, besticht mit ihrem schönen Marktplatz und vielen Häusern im Renaissance-Stil.

Brunsbüttel: Tor zur Nordsee
Nach der Fahrt entlang der Elbe ist in Brunsbüttel erstmals wieder die Küste in Sicht.
Die Stadt ist bekannt für den Nord-Ostsee-Kanal, der hier in die Elbe mündet.
Die gewaltigen Schleusen beeindrucken nicht nur Technikbegeisterte. Rund 30.000 Schiffe jährlich sind auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt unterwegs.

Von Brunsbüttel nach Büsum (circa 45 Kilometer)

Von Brunsbüttel führt der Nordseeküsten-Radweg ins Landesinnere von Dithmarschen über St. Michaelisdonn nach Meldorf. Der Ort ist vor allem für die mächtige St.-Johannis-Kirche bekannt, die wegen ihrer Größe auch als "Dom der Dithmarscher" bezeichnet wird.
Sehenswert ist neben der Kirche das Burgviertel, das südlich vom Marktplatz liegt. Dort stehen mehrere hübsche historische Häuser mit Brettergiebeln und Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert.

Besichtigungen in Meldorf, wähle hier aus: viewforum.php?f=35

Alternative Küstenroute
Wer von Brunsbüttel aus lieber am Deich entlang radeln möchte, kann die etwas längere Route über Kaiser-Wilhelm-Koog und Friedrichskoog wählen.
Friedrichskoog ist bekannt für seine Seehundaufzuchtstation. Besucher können die Tiere in der Anlage an Land und im Wasser beobachten.
Friedrichskoog, siehe hier:viewforum.php?f=36

Am Deich entlang bis Büsum
on Meldorf oder Friedrichskoog geht es direkt am Deich entlang über die Meldorfer Bucht nach Büsum.

Meldorfer Bucht / im SPEICHERKOOG: siehe hier: viewforum.php?f=45

Im Hafen des beliebten Ausflugs- und Ferienortes liegt eine der größten Krabbenkutter-Flotten Schleswig-Holsteins.
Am Hafen starten außerdem von März bis Oktober täglich zahlreiche Schiffe zu Ausflugsfahrten, unter anderem zu den Seehundbänken.
Büsum, siehe hier: viewforum.php?f=33

Von Büsum nach St. Peter-Ording (circa 39 Kilometer)
Von Büsum aus führt der Weg meist direkt am Deich entlang bis in das bekannte Nordseebad St. Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt. Besonders interessant an der Strecke ist die Passage über den Damm des imposanten Eidersperrwerks bei Tönning. Dabei handelt es sich um das größte Küstenschutzbauwerk Deutschlands. In St. Peter-Ording empfiehlt es sich, eine oder auch mehrere Übernachtungen einzuplanen. Aushängeschild des Urlaubsortes ist der riesige Sandstrand, der sich auf zwölf Kilometern Länge und bis zu zwei Kilometern Breite erstreckt. In dem Seebad beginnt der letzte Abschnitt des Nordseeküstenradwegs in Deutschland. Er führt von St. Peter-Ording bis an die dänische Grenze.
Eiderstedt mit dem Eidersperrwerk, siehe hier: viewforum.php?f=43

Die Nordseeküstenradweg in Schleswig-Holstein
Länge: 350 Kilometer
Start: Hamburg-Altona
Ziel: deutsch/dänische Grenze
Orte an der Strecke:
Elmshorn, Brunsbüttel, St. Peter-Ording, Büsum, Husum
Markierung: in beiden Richtungen rundes, blaues Logo mit Fahrrad
weitere Infos auf der Website des Radwegs
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Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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frische Luft
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Re: Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

Beitrag von frische Luft »

Nordseeküstenradweg: Von St. Peter-Ording nach Dänemark
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Bericht vom: 17.03.2023 12:28 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/nords ... eg108.html

Über 900 Kilometer verläuft der Nordseeküstenradweg durch Deutschland - von der niederländischen bis an die dänische Grenze.
Das Nordseebad St. Peter-Ording ist Ausgangspunkt für eine Radtour auf dem nördlichsten Abschnitt.

Ab St. Peter-Ording führt der Nordseeküstenradweg an der nordfriesischen Küste entlang.
Dadurch bieten sich viele gute Gelegenheiten für Abstecher auf Inseln und Halligen.


Von St. Peter-Ording nach Husum (circa 45 Kilometer)

Die Hauptroute führt von St. Peter-Ording über die Orte Tating und Garding zunächst ins Binnenland und trifft erst in Husum wieder auf die Küste.
Wer lieber direkt an der Nordsee bleibt, kann alternativ eine küstennahe Route nehmen und bis Husum am Deich entlang fahren.
Diese Variante hat den Vorteil, dass sie am bekannten Leuchtturm von Westerhever vorbeiführt.
Der rot-weiße Leuchtturm mit seinen zwei flankierenden Häuschen ist ein beliebtes Postkartenmotiv und lohnt einen Besuch.

siehe auch hier hinein: viewforum.php?f=38

Von Husum nach Klanxbüll (circa 65 Kilometer)
Die besondere maritime Stimmung am Hafen von Husum lohnt zu jeder Jahreszeit einen Besuch.
Husum ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region.
Der hübsche Hafen und die Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein.
Berühmtester Sohn der Stadt ist der Dichter Theodor Storm. Sein Geburtshaus steht direkt am Marktplatz.
Dort befinden sich auch die klassizistische Marienkirche und das Rathaus.
Bekannt ist Husum auch für seinen stimmungsvollen Hafen sowie den Dockkoog, den grünen Nordseestrand.
Im zeitigen Frühjahr sollten Besucher einen Abstecher zum Schlossgarten einplanen:
Ab März blühen dort Millionen von Krokussen und tauchen den Park in ein lila Blütenmeer.

Zu Husum gehört auch das etwa fünf Kilometer nordwestlich gelegene Dorf Schobüll.
Dort ist der Blick auf die Nordsee frei - kein Deich versperrt den Blick, denn hier grenzt nicht das Marschland, sondern die hügelige Geest an das Meer.
Besonders schön ist die Sicht vom 33 Meter hohen Schobüller Berg.

Von Nordstrand nach Dagebüll (circa 38 Kilometer)

Nordstrand, siehe auch hier hinein: viewforum.php?f=7

Von Dagebüll aus verkehren die Fähren nach Amrum und Föhr.
Von Husum aus führt der Radweg auf die Halbinsel Nordstrand.
Die beschauliche Marschinsel bietet mehrere Badestellen am Grünstrand.
An der Naturschutzstation verlässt der Weg wieder die Marschinsel und verläuft zwischen Wattenmeer und Beltringharder Koog nach Reußenköge.
Hinter dem Deich geht es dort durch den Sönke-Nissen-Koog.
Er ist nach dem deutschen Ingenieur Sönke Nissen benannt, der im früheren Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia) eine Bahnlinie erbaute und mit Diamanten reich wurde.
Mit einem Teil des Geldes unterstützte er in den 1920er-Jahren die Eindeichung des neuen Koogs in seiner Heimat. Entlang der Straße Sönke-Nissen-Koog tragen noch heute sieben Höfe die Namen von Bahnstationen, die an der Bahnlinie im heutigen Namibia liegen.

Abstecher zu Inseln und Halligen
Von Reußenköge geht es über die Hamburger Hallig - eine nicht eingedeichte Halbinsel - weiter nach Schlüttsiel.
Dort verkehren Fähren zu verschiedenen Halligen sowie nach Amrum.
Wer genügend Zeit mitbringt, kann einen Abstecher dorthin machen.

Hier gibt es eine kurze Beschreibung aller Halligen: viewtopic.php?t=77

Von Dagebüll nach Klanxbüll (circa 36 Kilometer)
Im farbenfrohen Garten des verstorbenen Künstlers Emil Nolde steht ein Gartenhäuschen mit gelben Fenstern und Türen.
Die Blumen seines Gartens in Seebüll - hier mit Gartenhäuschen - hielt Emil Nolde in vielen Bildern fest.
Weiter nördlich liegt zunächst Dagebüll, der Fährhafen für die Inseln Amrum und Föhr.
Von dort führt der Radweg ins Landesinnere zu dem etwa 12 Kilometer entfernten Luftkurort Niebüll.
Dort startet die letzte, etwa 21 Kilometer lange Wegstrecke bis zur dänischen Grenze bei Klanxbüll.

Kurz vor der dänischen Grenze lohnt ein Besuch des bekannten Nolde Museums in Seebüll.
Jährlich wechselnde Ausstellungen zeigen Leben und Werk des bekannten expressionistischen Malers Emil Nolde.
Strand und Meer seiner Heimat hielt er immer wieder auf Leinwand fest.
Vor dem Haus befindet sich ein wunderschöner Garten, den Nolde gemeinsam mit seiner Frau Ada selbst anlegte.
Viele seiner berühmten Blumenmotive entstanden hier.

Von der dänischen Grenze aus führt der Nordseeküstenradweg weiter durch Skandinavien.
Wer seine Radtour an der Grenze beenden möchte, fährt zum Abschluss nach Klanxbüll.
Vom Bahnhof des kleinen Örtchens verkehren regelmäßig Züge nach Hamburg, Husum oder auch Sylt.

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Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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Re: Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

Beitrag von frische Luft »

Auf dem Nordseeküstenradweg durch Ostfriesland nach Wilhelmshaven
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Bericht vom: 17.03.2023 11:02 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/ostfr ... eg100.html

Auf rund 900 Kilometern verläuft der Nordseeküstenradweg durch Deutschland - von der niederländischen bis zur dänische Grenze.
In Niedersachsen führt der erste Abschnitt durch Ostfriesland nach Wilhelmshaven.


Die Strecke führt überwiegend durch flache, grüne Landschaften, oft direkt am Deich entlang, die Wege sind meist asphaltiert.
Beim Befahren der Routen auf Innen- oder Außendeichen sollte man allerdings beachten, dass Hindernisse wie Treibgut oder Verschmutzungen durch Schafskot das Fahrradfahren beeinträchtigen können.
Mancherorts können Radfahrer zwischen autofreien Strecken am Deich oder verkehrsarmen Routen durchs Hinterland wählen.
Tipp:
Wer viel Zeit mitbringt, kann einen Abstecher auf eine der Ostfriesischen Inseln einplanen.
Insgesamt erfordert dieser Abschnitt eine relativ gute Kondition und sollte mindestens in drei bis vier Etappen eingeteilt werden.


Von Bunde nach Emden (circa 50 Kilometer)

Das Städtchen Leer hat eine hübsche Altstadt juund ist bekannt für den Ostfriesentee.
Die Tour startet kurz hinter der niederländischen Grenze in Bunde und führt zunächst durchs Rheiderland.
Dabei passiert man das Städtchen Weener mit dem sehenswerten Alten Hafen und der Georgskirche mit einer original Arp-Schnitger-Orgel.
Bevor es am Flussufer der Ems Richtung Norden weitergeht, lohnt ein Stopp in Leer.
Die Hafenstadt hat ein hübsches altes Zentrum und ist bekannt für ihren Ostfriesentee.
Für den Abstecher nach Leer müssen Radfahrer die Emsbrücke überqueren, denn die Radroute führt nicht direkt durch die Stadt.

Auf dem Weg in Richtung Nordsee geht es bei Ditzum mit der Fähre über die Ems nach Emden, das sich gut für eine erste Übernachtung eignet.
Bekannt ist die Stadt für die Kunsthalle mit vielen hochrangigen Werken des Expressionismus, die von "Stern"-Gründer Henri Nannen erbaut wurde.
Einen Besuch lohnt auch "Dat Otto Huus" gegenüber dem Rathaus, in dem Skurriles und Buntes rund um den in Emden aufgewachsenen Komiker Otto Waalkes zu finden ist.

Von Emden nach Esens (circa 80 Kilometer)
In Emden lohnt ein Abstecher zum Ratsdelft, einem Teil des alten Hafens.
Von Emden führt die Route direkt an die Nordsee.
In Rysum lohnt ein Abstecher zur Kirche mit der wahrscheinlich ältesten Kirchenorgel Nordeuropas.
Das Instrument aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ist bis heute bespielbar.
Von dort geht es über circa 20 Kilometer an der Deichinnenseite entlang - vorbei an dem hübschen kleinen Leuchtturm von Pilsum zum malerischen Fischerörtchen Greetsiel.
Immer entlang des Deiches führt der Nordseeküsten-Radweg weiter nach Norddeich.
Von hier kann man einen Ausflug mit der Fähre nach Norderney oder Juist machen oder ins Landesinnere nach Norden fahren, der ältesten Stadt Ostfrieslands.
Tipp:
Der Abschnitt zwischen Rysum und Norden eignet sich auch gut für eine rund 33 Kilometer lange Tagestour.


Von Norddeich führt der Weg weiter nach Bensersiel, von dort geht es ins Binnenland zu der alten Residenzstadt Esens. Wahrzeichen der Stadt ist die Peldemühle, ein zweistöckiger Galerie-Holländer aus dem Jahr 1850, der auch ein Heimatmuseum beherbergt.

Von Esens nach Wilhelmshaven (circa 60 Kilometer)
Die nächste Etappe führt von Esens wieder an die Küste über Neuharlingersiel nach Harlesiel.
Von dort fährt man entweder durch das Binnenland über Jever oder entlang der Küste über das Nordseeheilbad Horumersiel nach Wilhelmshaven.
Die Stadt wurde 1869 von König Wilhelm I. von Preußen wegen ihrer strategisch günstigen Lage als Marinegarnison gegründet und ist noch heute Deutschlands größter Marinestützpunkt.

Tipp: Wer den Nordseeküstenradweg weiter in Richtung Cuxhaven fahren möchte, hat in Wilhelmshaven die Möglichkeit, die Strecke um rund 80 Kilometer zu verkürzen:
Statt den Jadebusen zu umrunden, kann man die Fähre nach Eckwarderhörne nehmen und dort die Tour fortsetzen.
Sie verkehrt allerdings nur in den Sommermonaten an ausgewählten Tagen.
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Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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Re: Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

Beitrag von frische Luft »

Der Nordseeküstenradweg zwischen Wilhelmshaven und Cuxhaven
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Bericht vom: 17.03.2023 11:45 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/nords ... eg102.html

Über 900 Kilometer verläuft der Nordseeküstenradweg durch Deutschland - von der holländischen bis zur dänische Grenze.
Von Wilhelmshaven führt die Strecke um den Jadebusen, nach Butjadingen und weiter nach Bremerhaven.


Die Route schlängelt sich küstennah durch die überwiegend flache Landschaft.
Die Wege sind meist befestigt, allerdings kann es sehr windig sein.
Insgesamt ist für den Abschnitt, der sich in zwei Etappen einteilen lässt, eine gute Kondition erforderlich.

Von Wilhelmshaven nach Butjadingen (circa 70 Kilometer)
Wilhelmshaven wurde 1869 von König Wilhelm I. von Preußen wegen der strategisch günstigen Lage als Marinegarnison gegründet und ist noch heute Deutschlands größter Marinestützpunkt.
Das Marinemuseum dokumentiert die Entwicklung.
Es liegt an der Maritimen Meile der Stadt, die zu mehreren Sehenswürdigkeiten führt, darunter auch zur Kaiser-Wilhelm-Brücke, dem Wahrzeichen Wilhelmshavens.

Wenn Schiffe die Kaiser-Wilhelm-Brücke passieren wollen, dreht sich der Pfeiler um 90 Grad.
Südlich von Wilhelmshaven führt der Radweg zunächst zum alten Nordseebad Dangast, das sich gut für eine kleine Rast am Kurhaus eignet.
Von dort reicht der Blick über den ganzen Jadebusen, denn Dangast liegt erhöht auf einem Geestrücken und benötigt keinen Deich.
Vorbei an der ehemaligen Seeräuberstadt Varel geht es weiter zum Naturschutzgebiet Sehestedter Außendeichsmoor. Dieses "schwimmende Moor" liegt direkt am Strand und ist damit weltweit einzigartig.
Bei stärkeren Sturmfluten werden die leichten Torfschichten des Moores vom Wasser angehoben.

Fedderwardersiel: Startpunkt für Wattenmeer-Törns
An den Jadebusen schließt sich die Halbinsel Butjadingen an.
Dort liegt auch der kleine Fischerort Fedderwardersiel, der sich für eine Übernachtung nach gut der Hälfte der Strecke anbietet.
Von Fedderwardersiel starten regelmäßig Fahrten zu einer der größten Seehundsbänke im niedersächsischen Wattenmeer.

Tipp:
Wer in Richtung Cuxhaven fahren und den Weg abkürzen möchte, hat in Wilhelmshaven die Möglichkeit, die Strecke um rund 80 Kilometer zu reduzieren:
Statt den Jadebusen zu umrunden, kann man die Fähre nach Eckwarderhörne nehmen und dort die Tour auf der Halbinsel Butjadingen fortsetzen.


Von Butjadingen nach Cuxhaven (circa 65 Kilometer)
Alte Schiffe, moderne Gebäude - Bremerhaven hat beides zu bieten.
Von Fedderwardersiel geht es bis in das etwa 17 Kilometer südöstlich gelegene Nordenham.
Dort kann man mit der Fähre über die Weser nach Bremerhaven übersetzen, der größten Stadt an der deutschen Nordseeküste.
Sie bietet mehrere interessante Sehenswürdigkeiten, darunter das Auswandererhaus, das Klimahaus, das Deutsche Schiffahrtsmuseum und den Zoo am Meer.
Alle liegen direkt an der Weser.

Cuxhaven: Elbmündung und Abstecher nach Neuwerk
Immer dicht an der Küste führt der Radweg weiter in Richtung Norden nach Cuxhaven.
Wichtiger Anziehungspunkt des Seebades ist der Elbanleger "Alte Liebe".
Er wurde im 18. Jahrhundert aus drei versenkten Schiffen gebaut und bietet einen tollen Blick auf den gesamten Schiffsverkehr in der weiten Elbmündung. Interessant ist auch eine Fahrt mit dem Pferdewagen oder eine Wanderung durchs Watt und die Priele zur Insel Neuwerk.

Bis Ende 2021 verkehrte zwischen Cuxhaven und dem schleswig-holsteinischen Brunsbüttel eine Fähre, mit der sich der Nordseeküstenradweg ohne Abstecher ins Binnenland direkt an der Küste fortsetzen ließ.
Momentan existiert diese Fährverbindung allerdings nicht mehr.
Radfahren können an dieser Stelle also nicht mehr abkürzen, sondern müssen in Richtung Altes Land und Hamburg weiterfahren, um die Elbe zu queren.

Eine erste Möglichkeit hierzu bietet sich in Wischhafen.
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Re: Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

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Der Gendarmenpfad - Wandern an der Flensburger Förde
Ein NDR-Reise-Beitrag vom: 14.08.2023 10:12 Uhr
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/flens ... rn298.html

Am Nordufer der Flensburger Förde verläuft einer der schönsten Küstenwanderwege Dänemarks.
Der reizvolle Gendarmenpfad führt über 84 Kilometer von Padborg bis nach Høruphav.

Mit einem zackigen Schritt kommt man von Deutschland nach Dänemark und steht auf dem Gendarmenpfad.
Das ist ein 84 Kilometer langer Wanderweg im Süden Dänemarks, immer an der Küste entlang von Flensburg bis auf die Insel Als.
Die dänischen Grenzbeamten sind im letzten Jahrhundert auf diesem Weg patrouilliert, um den Warenverkehr zu kontrollieren.
Nun ist der Gendarmenpfad wiederbelebt und sogar zum "Europäischen Qualitätswanderweg" ernannt worden.
Die Natur entlang der Strecke soll wunderschön sein, beim Wandern sollen sich laut Studien auch Geist und Körper erfrischen.

Gendarmenpfad an der Flensburger Förde.jpg
Gendarmenpfad an der Flensburger Förde.jpg (81.39 KiB) 2793 mal betrachtet
Fotos dazu gibt es hier zu sehen: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/flens ... rn298.html

Reizvolle Natur nah der Küste und Geschichte am Wegesrand:
Für den gesamten Gendarmenpfad (auf Dänisch: Gendarmstien), der in fünf Etappen eingeteilt ist, benötigt man gut vier bis fünf Tage.
Wer weniger Zeit hat, schafft an einem Wochenende ungefähr die Hälfte der Strecke, etwa von Kollund nach Sønderborg - das sind 35 Kilometer.
Zurück geht es mit dem Bus. Natürlich sind auch Tagestouren möglich.

Wegstrecke entlang der Ostsee: Blick aufs Wasser garantiert
Wanderweg am Strand der Flensburger Förde.
Die gute Beschilderung mit einem blauen Gendarmen auf weißem Grund weist den Weg.
Der besondere Reiz der Strecke liegt darin, dass man fast immer in der Nähe der Ostsee-Küste, teilweise auch direkt am Strand wandert.
Die Höhenunterschiede sind gering - lediglich auf der ersten Etappe von Padborg nach Sønderhav gibt es einige Hügel - und die Route besteht meist aus guten Pfaden und Waldwegen.

Der Gendarmenpfad ist umfassend ausgeschildert (blaues Männchen auf weißem Grund) und auch für Einsteiger geeignet.
Dass der Weg direkt an der Küste verläuft, ist kein Zufall:
Früher patrouillierten hier die dänischen Gendarmen auf der Jagd nach Schmugglern.
Eine Wanderung lohnt sich besonders im Frühjahr, wenn Bäume und Raps blühen und sich auf den Wiesen die Lämmer tummeln.


Düppeler Schanzen: Museum zum Deutsch-Dänischen Krieg
Düppeler Schanzen: Im Historiecenter Dybbøl Banke sind Teile der Befestigungsanlagen nachgebaut.
Im Historiecenter Dybbøl Banke lassen sich nachgebaute Befestigungsanlagen besichtigen.

Neben der Natur bietet die Wanderung auch Einblicke in die Geschichte.
Nahe Sønderborg führt der Gendarmenpfad an einem Schlachtfeld vorbei, auf dem sich im Jahr 1864 preußische und dänische Truppen gegenüberstanden: die Düppeler Schanzen.
Heute steht dort ein Museum, das den Deutsch-Dänischen Krieg dokumentiert und zu einer Wanderpause einlädt.
Im Historiecenter Dybbøl Banke bekommen Besucher Einblicke in das Leben der Soldaten und die damalige Waffentechnik. Im Außenbereich sind Teile der Befestigungsanlagen als Nachbauten zu besichtigen.

Schlösser in Sønderborg und Gråsten besuchen

Blick auf Schloss Gråsten in Süd-Dänemark.
Schloss Gråsten ist die Sommerresidenz der dänischen Königsfamilie.
Wanderer können entlang des Gendarmenpfades zudem Schlösser besuchen.
Schloss Sønderborg - gebaut aus rotem Backstein - beherbergt ein Museum zur Geschichte und Kunst Südjütlands. Sehenswert ist zudem die Schlosskapelle.
Der Schlosspark an der Strandpromenade ist frei zugänglich.


Schloss Gråsten - ganz in Weiß mit schwarzen Dächern - ist die Sommerresidenz der dänischen Königin Margrethe.
Die Innenräume sind nicht für Besucher zugänglich.
Nur die Schlosskirche steht dem Publikum offen.
Wenn die königliche Familie die Sommerferien in Gråsten verbringt, sind das Schlossgelände und der Garten gesperrt.

Anreise per Bus und Bahn nach Dänemark
Wer nicht mit dem Auto anreist, kann mit der Bahn oder dem Fernbus etwa von Hamburg nach Padborg fahren.
Von Flensburg fahren Züge nach Sønderborg.
Zwischen den dänischen Orten an der Strecke verkehren meist Busse.
So ist es möglich, die Wanderung an einer gewünschten Stelle zu beginnen oder zu beenden.
Ein Busplan im Netz hilft bei der Reiseplanung.

Übernachtungen entlang des Gendarmenpfads
Für Übernachtungen bieten sich Bed-and-Breakfast-Unterkünfte an.
Eine Liste mit Unterkünften und ihrer Entfernung zur Wegstrecke findet sich auf der Website zum Gendarmenweg. Restaurants sind in der Regel in Dänemark deutlich teurer als in Deutschland.
Selbstversorgung ist eine kostengünstige Alternative.

Der Gendarmenpfad - die fünf Etappen
Padborg bis Sønderhav (15 km)
Sønderhav bis Brunsnæs (20 km)
Brunsnæs bis Gammelmark (20 km)
Gammelmark bis Høruphav (19 km)
Høruphav nach Skovby (10 km)

Infos und Karten auf der Website über den Wanderweg.
siehe hier: https://www.gendarmsti.dk/de

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Re: Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

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Wikinger-Friesen-Weg: Mit dem Rad von der Schlei nach St. Peter-Ording
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Beitrag, Stand: 14.05.2024 18:16 Uhr

Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/radtouren/index.html


Von Maasholm an der Ostsee bis nach St. Peter-Ording an der Nordsee:
Der 180 Kilometer lange Wikinger-Friesen-Weg führt auf historischen Spuren von Küste zu Küste quer durch Schleswig-Holstein.


Der Wikinger-Friesen-Weg beginnt am Ufer des Ostseefjords Schlei in Maasholm, führt zunächst nach Kappeln und von dort - teilweise direkt am Wasser entlang - in die Kultur- und Wikingerstadt Schleswig.
Anschließend geht es durch die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge zum Holländerstädtchen Friedrichstadt und von dort weiter auf die Halbinsel Eiderstedt.
Zielort ist das Nordseebad St. Peter-Ording.
Die Strecke, die größtenteils flach ist, kann in mehrere Etappen unterteilt werden; oft stehen zwei Routen zur Wahl.


Wikingerschiff weist den Weg
Die Tour ist durchgängig mit einem blau-weiß-roten Wikingerschiff beschildert.
An der Strecke bieten zahlreiche Hörstationen, Hinweistafeln, Museen und archäologische Denkmäler interessante Informationen über das Leben im nördlichen Schleswig-Holstein zur Zeit der Wikinger und Friesen sowie zu weiteren Sehenswürdigkeiten.
GPX-Daten und einen Audioguide zum Herunterladen bietet die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein an.

Von Maasholm nach Kappeln (12 Kilometer)
Weitblick an der Schlei in Maasholm mit zwei Bäumen auf einem kleinen Grashügel. © Sybille Eumann Foto: Sybille Eumann
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Die Gegend rund um Maasholm lädt zu einem Spaziergang ein, etwa zum Naturerlebniszentrum.
Startpunkt ist Maasholm an der Schlei - ein pittoresker Ort mit Hafen und reetgedeckten Fischerkaten.
Auf dem Ostseedeich kann man lange Spaziergänge unternehmen, bei gutem Wetter sind die dänischen Inseln Ærø und Langeland zu sehen.
Das Naturschutzgebiet Schleimündung mit seinen einzigartigen Windwatten - das sind durch den Wind freifallende Wattflächen - wird vom Vogelschutzverein Jordsand betreut, der regelmäßig Führungen anbietet.
Unmittelbar neben dem Schutzgebiet befindet sich das Naturerlebniszentrum Maasholm, das über die Schlei und die Ostsee informiert.

Geöffnete Klappbrücke in Kappeln über der Schlei. © Werner Wegner Foto: Werner Wegner
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Wer die Südroute wählt, fährt in Kappeln über die Brücke ans südliche Ufer der Schlei.
Von Maasholm führt der Weg zunächst am Wasser entlang und dann durchs Hinterland nach Kappeln.
Der Museumshafen mit seiner rustikalen Steganlage gilt als einer der schönsten Häfen an der Schlei.
Regelmäßig starten dort Törns auf den alten Holzseglern.
Einmal im Jahr - an Himmelfahrt - ist der Hafen Mittelpunkt für die traditionellen Kappelner Heringstage.
Einen herrlichen Ausblick auf Kappeln und das Umland bietet die Galerie der Windmühle Amanda, sie ist die größte Schleswig-Holsteins.

Von Kappeln nach Schleswig (40/50 Kilometer)
Zwei Radfahrer fahren durch ein blühendes Rapsfeld an der Schlei. © Ostseefjord Schlei GmbH Foto: Matzen
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Im Frühsommer blüht an der Schlei der Raps.

Für den Weg nach Schleswig können Radfahrer zwischen einer Route nördlich der Schlei über Lindaunis (40 Kilometer) und einer südlichen Route über Sieseby (50 Kilometer) wählen.
Beide führen durch die reizvolle Landschaft an der Schlei, durch hübsche kleine Orte wie Arnis, Ulsnis, Brodersby oder Rieseby und bieten immer wieder Blicke aufs Wasser.
In Lindaunis besteht die Möglichkeit, über die Brücke von der Nord- auf die Südroute zu wechseln oder umgekehrt.

Wer einen Stopp in Schleswig plant, sollte die Nordroute wählen, sie führt direkt durch die Stadt mit ihrem imposanten Dom und der Fischersiedlung Holm, dem ältesten Teil Schleswigs.
Lohnenswert ist auch ein Besuch im Schloss Gottorf.
Die Anlage mit Barockgarten zeigt in zwei Museen Kunstschätze vom Barock bis zur Gegenwart sowie archäologische Funde, die bis zu den Neandertalern zurückreichen.

UNESCO-Welterbe in Haithabu
Südlich der Stadt, am anderen Ufer der Schlei, liegt die Welterbestätte Haithabu.
Die Wikinger-Siedlung war im 10. Jahrhundert das größte Handelszentrum Nordeuropas.
Ein Museum gibt einen umfangreichen Einblick in die Kultur und Lebensweise der Wikinger, im Freigelände am Wasser stehen sieben nachgebaute Wikinger-Häuser.

Von Schleswig nach Friedrichstadt (35/40 Kilometer)

Ein Storch füttert sein Junges im Nest © Franz Christian Kompanik Foto: Franz Christian Kompanik
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In Bergenhusen brüten jedes Jahr zahlreiche Weißstörche.
Von Schleswig geht es über den historischen Grenzwall Danewerk in das größte Niederungsgebiet Schleswig-Holsteins:
die Eider-Treene-Sorge-Region, die nach den drei gleichnamigen Flüssen benannt ist.
Sie zeichnet sich durch kleine Dörfer, Wiesen und ausgedehnte Moorflächen aus.
Nach 31 Kilometern ist Hollingstedt erreicht.
Hier teilt sich der Wikinger-Friesen-Weg:
Die Nordroute führt über Ostenfeld (35 Kilometer), die Südroute über Bergenhusen (40 Kilometer), das als Storchendorf bekannt - gut 20 Weißstorchpaare brüten dort jährlich und ziehen ihre Jungen auf.
Das Naturschutzzentrum zeigt eine Ausstellung über die Vögel und bietet Führungen an.


Ziel dieser Etappe ist Friedrichstadt.

Wegen ihrer vielen Grachten wird die Holländerstadt auch gern als "Klein-Amsterdam" bezeichnet.
Ein Erlebnis sind Grachtenfahrten, die das ganze Jahr über angeboten werden.
Auch mit einem Tret-, Paddel- oder Ruderboot kann man den hübschen Ort gut auf dem Wasser erkunden.

Von Friedrichstadt nach Tönning (25 Kilometer)
Der nächste Abschnitt der Tour führt durch die weite Landschaft Nordfrieslands Richtung Nordsee.
Nach 25 Kilometern ist die Hafenstadt Tönning erreicht.
Neben dem kleinen Marktplatz mit der St.-Laurentius-Kirche - Tönnings Wahrzeichen - lädt vor allem der Hafen mit dem historischen Packhaus zum Verweilen ein.
Einen umfangreichen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks Wattenmeer bietet das Multimar Wattforum. Im Sommer sorgt das Meerwasserbad direkt hinter dem Eider-Deich für Abkühlung.

Von Tönning nach St. Peter-Ording (37/30 Kilometer)
Ein Gebäude auf Holzpfählen am Strand von St. Peter-Ording. © Jenny Sturm / fotolia Foto: Jenny Sturm
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Idealer Rastplatz am Sandstrand: die Pfahlbauten.
Von Tönning geht es an der Eider entlang zum Eidersperrwerk, das seit 1973 das Hinterland vor Überschwemmungen schützt.
Einige Kilometer hinter dem Sperrwerk teilt sich der Wikinger-Friesen-Weg erneut.
Die Nordroute (37 Kilometer) führt zunächst über Garding ins Landesinnere der Halbinsel Eiderstedt, dann am Wasser entlang über St. Peter-Ordings südlichen Ortsteil Ording bis nach Bad und Dorf.
Die Südroute (30 Kilometer) verläuft immer am Deich entlang mit Blick auf die Nordsee.

St. Peter Ording lohnt einen Aufenthalt.

Der zwölf Kilometer lange Sandstrand mit den bekannten Pfahlbauten lädt zum Baden, Spaziergehen und Entspannen ein. Im alten Ortskern können Gäste das Eiderstedter Heimatmuseum und das Nordsee-Bernsteinmuseum besuchen.
Außerdem ist der Ort ein idealer Ausgangspunkt für weitere Radtouren in der Umgebung, etwa zum Leuchtturm Westerhever, ins Katinger Watt oder nach Husum.
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise :D ... AN DIE KÜSTE

Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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frische Luft
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Re: Traumhaft - schöne Wege zwischen Nord- und Ostsee...

Beitrag von frische Luft »

Grenzroute: Mit dem Rad von der Nordsee zur Ostsee
Ein NDR-Ratgeber-Reise-Beitrag, Stand: 04.04.2023 17:55 Uhr
Quelle: Grenzroute: Mit dem Rad von der Nordsee zur Ostsee

Text-KOPIE:

Auf idyllischen Wegen vom Ostseestrand zum Nordseedeich:
Mit 130 Kilometern gehört die deutsch-dänische Grenzroute zu den abwechslungsreichsten Radfernwegen im Norden.
Ein Ausflugstipp.


Die Grenzroute ist Deutschlands nördlichster und Dänemarks südlichster Radweg.
Entlang der Strecke überqueren Radler 13 Mal die Grenze zu unseren nördlichen Nachbarn.
Dabei gibt es neben Binnendünen, Waldgebieten und Heidelandschaften auch Dänemarks schönste Dorfstraße, außergewöhnliche Museumsareale und viele weitere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Für Anfänger und Familien mit Kindern geeignet
Zwei Fahrradfahrer im dänischen Naturgebiet Frøslev Plantage, nahe der Stadt Padborg (Pattburg). © Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland Foto: Gorm Casper
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Auf der Grenzroute gibt es zahlreiche Rastplätze, hier zum Beispiel im dänischen Naturgebiet Frøslev Plantage.
Die insgesamt fast 130 Kilometer lassen sich in vier Etappen von jeweils etwa 30 Kilometern Länge unterteilen.
Zügige Radfahrer benötigen für die gesamte Strecke lediglich zwei Tage.
Die Wege verlaufen meist eben und können in beide Richtungen ohne größere Steigungen befahren werden.
Da die Route größtenteils abseits des Autoverkehrs verläuft, ist er auch für Anfänger und Familien mit Kindern gut geeignet.

Am Wegesrand liegen mehrere Rastplätze mit Wetterschutzhütten, außerdem Tafeln mit Übersichtskarten und Informationen zur Umgebung. Wer möchte, kann die Strecke durch Abschnitte aus dem Nord-Ostsee-Radweg und den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Ochsenweg individuell variieren und ergänzen.

Von Flensburg bis zum Frøslevlejren (32 Kilometer)
Malerische alte Häuser im Oluf-Samson-Gang in Flensburg. © TAFF / Benjamin Nolte
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In Flensburg sollte Zeit für einen ausgiebigen Bummel durch die malerische Altstadt eingeplant werden.
Am östlichen Ende beginnt die Grenzroute in Flensburg.
Am eindrucksvollen Museumshafen sowie dem Schifffahrts- und Rummuseum vorbei führt der Radweg nach Norden zu den Stränden Ostseebad und Wasserleben.
Eingerahmt von Wald, Strand und Wasser geht es zeitweise direkt am Ufer der Flensburger Förde entlang bis nach Harrislee.
Dort trifft man auf das Industriemuseum Kupfermühle und das Niehuuser Tunneltal, wo vor etwa 10.000 Jahren ein Gletschertor lag.
In dem reetgedeckten Hof "Oldemorstoft" im dänischen Bov (Bau) gibt eine Ausstellung Einblicke in das Leben an der Grenze während der letzten Jahrhunderte.

Die nächste Station ist Padborg (Pattburg), das bekannt ist für seinen Padborg Park, die längste Motorrad- und Autorennstrecke Dänemarks.
Südlich der Grenze führt die Route durch die Gemeinde Handewitt, vorbei am Naturerlebnisraum Stiftungsland Schäferhaus.
Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in einer ursprünglichen Heidelandschaft leben und grasen Konik-Ponys und Galloway-Rinder. Außerdem vermitteln 13 interaktive Info-Stationen viel Wissen über Natur und Archäologie.
Nordwestlich von Ellund, einem Ortsteil von Handewitt, kommt man in das Waldgebiet Frøslev Plantage mit seinen weitläufigen Binnendünen, die durch Gletscher entstanden sind.

Vom Frøslevlejren bis Ladelund (36 Kilometer)
Stahlskulpturen in Ladelund, am Rande der Gedenkstätte eines Außenlagers des Konzentrationslagers Neuengamme. © Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland Foto: Gorm Casper
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Stahlskulptur am Rande des ehemaligen KZ-Geländes in Ladelund.
Im Frøslevlejren, einem Gefangenenlager der deutschen Sicherheitspolizei in Dänemark von 1944, erfahren Besucher Details über den Einmarsch der deutschen Truppen während des Zweiten Weltkriegs.
Hinter Fårhus (Faarhuus) beginnt die Ruhe und Abgeschiedenheit der Geest-Landschaft, vorbei an Sofiedal (Sophiental) mit seinen traditionellen Höfen geht es zum Naturschutzgebiet Frøslev Mose, einem Moorgebiet bei Jardelund.
Wer mehr über das Landleben in der Region erfahren möchte, kann das Christian-Lassens-Minde-Museum in einem ehemaligen Dorfgasthaus besuchen.

Bei Bögelhuus, einem Stadtteil von Weesby, überqueren Radler wieder die Grenze.
Gleich nördlich, bei Lille Jyndevad (Klein Jündewatt), lohnt sich ein Abstecher zur idyllischen Wassermühle von St. Jyndevad mit einem Blick über das Tal der Sønderå.
Die Route führt weiter über Rens bis nach Bramstedtlund nach Ladelund.
Hier lädt ein idyllisches Naturbad im Sommer zu einer erfrischenden Pause ein.
Im Dorfkern, nahe der Kirche, befindet sich ein sehenswertes kleines Museum sowie die Gedenkstätte eines Außenlagers des Konzentrationslagers Neuengamme.

Von Ladelund bis Tønder (33 Kilometer)
Die Binnendünen in Süderlügum. © Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland Foto: Gorm Casper
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Mitten im Landesinneren sind Sanddünen eine Seltenheit.
In Süderlügum entstanden sie durch die letzte Eiszeit.
Nördlich von Westre lohnt sich eine Pause auf dem Rastplatz mit Schutzhütte, der einen Blick auf das Naturschutzgebiet Schwarzberger Moor bietet.
Der weitere Weg nach Süderlügum kreuzt zweimal die Grenze und passiert einen großen Windpark bei Ellhöft.
Mutige können dort eine Windkraftanlage besteigen und die Aussicht über die Landschaft genießen.
Nach einem Waldabschnitt trifft die Route auf das etwa 41 Hektar große Naturschutzgebiet Süderlügumer Binnendünen, durch das ein Wanderweg führt. Radler fahren weiter nach Aventoft.
Dort gibt es eine Abzweigung auf den Nord-Ostsee-Radweg, der zum Nolde-Museum nach Seebüll führt.

Vorbei geht es an dem Kirchdorf Ubjerg und weiter nach Tønder (Tondern), einem lebhaften Handelsstädtchen, dessen Wasserturm aus der ansonsten recht flachen Marsch herausragt.
Das ursprünglich sehr deutsch geprägte Tønder hat neben seinem hübschen Stadtkern noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten - darunter ein Zeppelinmuseum und ein Folk- und Jazz-Festival, eines der größten in Skandinavien.

Von Tønder bis zur Wiedau-Schleuse (29 Kilometer)
Das dänische Schloss Schackenborg in Tønder (Tondern). © Schackenborg Slot
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Noch bis 2014 war Schloss Schackenborg der Wohnsitz des Prinzen Joachim von Dänemark.
Die Grenzroute führt nun nach Møgeltønder (Mögeltondern), vorbei am Schloss Schackenborg und der Schlossstraße, die als "Dänemarks schönste Dorfstraße" ausgezeichnet wurde.
Weiter geht es durch die Tønder Marsch.
Die Aussicht über den Rudbøl-See (Ruttebüller See) lässt erahnen, warum der Maler Emil Nolde diese Landschaft geliebt hat.
In Rosenkranz, dem Nachbardorf von Rudbøl (Ruttebüll), bietet sich erneut ein Abstecher in das Nolde-Museum oder ins Deichmuseum von Neukirchen an.

Direkt an der Grenze entlang führt der Radweg weiter nach Rodenäs.
Vom nächsten Grenzübergang in Siltoft sind es nur noch wenige hundert Meter an die Nordsee.
Der kreuzende Nord-Ostsee-Radweg führt in das Naturschutzgebiet Rickelsbüller Koog.
Am Vordeich gibt es eine Badestelle und einen Informationspavillon:
ein idealer Ort für Naturbeobachtungen.
Bei Højer (Hoyer) ist Nordeuropas höchste Holländer-Windmühle von 1857 schon von Weitem zu sehen.

Die Vidå Sluse (Wiedau-Schleuse) bildet den westlichen Endpunkt der Grenzroute.
Von hier aus können Radler bis zu den Inseln Sylt und Rømø (Röm) sehen.
Ein Naturcenter zeigt Interessantes über Wattenmeer und Marsch-Landschaft.
Im Herbst stehen Stare hier im Mittelpunkt:
In Formationen von bis zu 250.000 Vögeln verdunkeln sie den Himmel und bilden so das Phänomen "Schwarze Sonne", das sogar aus Kopenhagen Sonderzüge voller Naturfreunde anlockt.

Die Tour im Überblick
Länge: 130 Kilometer

Startpunkte: Flensburg (Ostsee) oder Vidå Sluse (Wiedau-Schleuse, Nordsee)
Ziele: Flensburg (Ostsee) oder Vidå Sluse (Wiedau-Schleuse, Nordsee)
Orte an der Strecke: Padborg (Pattburg), Jardelund, Ladelund, Ellhöft, Süderlügum, Aventoft, Tønder (Tondern), Møgeltønder (Mögeltondern), Højer (Hoyer)

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Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise !
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise :D ... AN DIE KÜSTE

Wilhelm Busch, *15.04.1832, gest. 09.01.1908.
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